Das Aquarium

Ein Aquarium ist eine Tierhaltungsanlage (Vivarium), die sich einer hohen Beliebtheit unter Tierhaltern erfreut. Der Begriff „Aquarium“ kommt natürlich von aqua, was im Lateinischen „Wasser“ bedeutet. Ein Aquarium besteht meist aus mehreren Glas- oder Plexiglasteilen, die mit bestimmten synthetischen Stoffen (z. B. Silikon) zusammen gehalten werden. Gefüllt wird ein Aquarium mit Wasser, welches in fast allen Fällen aufbereitet werden muss, um den Fischen und Pflanzen im Aquarium eine gute Lebensgrundlage zu schaffen. Aquarianer statten das Aquarium meist nicht nur mit Fischen und Pflanzen aus, sondern verwenden allerhand Bodenmaterealien, um eine taäuschend echte Unterwasserwelt zu erschaffen.

Der Begriff „Aquarium„, wie wir ihn heute verstehen, kommt erst aus dem 19. Jahrhundert. Zuvor wurden ursprünglich Gefäße, in denen flüssige Arznei aufbewahrt wurde als „Aquarium“ bezeichnet. Adoptiert wurde dieser Begriff von englischen Wasserpflanzenzüchtern, die ihre Glasbecken als „Aquarium“ bezeichneten.

Die Entwicklung bis heute

Im 19. Jahrhundert war man noch der Auffassung, ein Aquarium welches mit Wasser, Pflanzen und den heimischen Bodenmaterealien ausgestattet ist, bietet den Bewohnern eine naturgetreuen Lebensraum. Oft beheizte man das Becken, in dem man Kerzen darunter plazierte und wechselte das Wasser im Aquarium erst, wenn die Scheiben kaum noch zu durchblicken waren. Ganz zu schweigen von der mangalnden Beleuchtung, welche die Lebensqualität der Fische stark beeinträchtigte.

In der heutigen Zeit weiß man, dass man eine Artgerechte Haltung nur mit technischer Hilfe zu gewährleisten ist. Die Mittel, die einem zur Verfügung stehen, haben die Beliebtheit der Aquaristik enorm gesteigert, da diese die Arbeit erleichtern und mehr Hygiene bieten. Durch das heutige Wissen über die biologischen Vorgänge werden Filter, Pumpen, Heizungen und Beleuchtung en masse angeboten und sind auch für jedermann erschwinglich geworden.

Die Verwandten des Aquariums

Zurück zum Vivarium, ein Aquarium ohne Wasser, natürlich eignet sich ein derart stabiles, transparentes und variierbares Konstrukt auch zur Haltung anderer Lebewesen. Da wäre zum einen das Terrarium, welches nicht mit Wasser, sondern mit dem Boden, welcher das belebende Reptil, Insekt oder Säugetier aus seiner natürlichen Umgebung kennt, gefüllt ist. Beliebte Tiere für die Haltung in einem Terrarium sind Spinnen, Eidechsen, Skorpione und Kleinsäuger. Das Terrarium an sich wird auch ausgestattet mit Terrarienpflanzen wie Farne, Moose oder Kakteen.

Eine weitere Form stellt das Paludarium dar, welches ein Hybrid aus einem Aquarium und einem Terrarium ist, also eine Variante eines Aquaterrariums. Ein Paludarium bietet einen Lebensraum für Amphibien wie Frösche, Schlangen oder Eidechsen. Simuliert wird hier ein Sumpfgebiet, weshalb auch auf viel Feuchtigkeit und eine gewisse Luftfeuchtigkeit geachtet werden muss.

Interessant sind auch Varianten, die im Laufe der Zeit entstehen und der breiteren Masse bislang noch nicht geläufig sind. Ein Beispiel hierfür wäre das Formicarium. Das Formicarium ist eine Anlage, im Idealfall ein ehemaliges Aquarium oder Terrarium, welches zu Beobachtung von Ameisen dient. Formicarien werden nach den gleichen Kriterien ausgesucht wie ihre Verwandten und die Insekten, welche das Formicarium beherbergt, haben oft ebenfalls komplizierte Haltungsbedingungen, sodass auch hier nicht selten mithilfe von technischen Anlagen gearbeitet wird.

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