Aquarium Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist ein ganz entscheidender Bestandteil jedes Aquariums. Egal ob Süßwasser oder Salzwasser, eine Aquarium Beleuchtung wird bei beiden benötigt. Das Licht wird dabei allerdings weniger für die Fische gebraucht, vor allem die Pflanzen sind auf das richtige Licht angewiesen. Auf dieser Seite werden wir euch erklären, auf was es wirklich ankommt.

Aquarium Beleuchtung richtig wählen

Bei der Kaufentscheidung muss man sich auch um die Aquarium Beleuchtung Gedanken machen. Komplettsets haben die Beleuchtung meistens in die Abdeckung, in Form von ein oder zwei Leuchtstoffröhren, integriert. Möchte man ein offenes Aquarium haben, bei dem die Pflanzen aus dem Becken herauswachsen sollen, muss man oft auf Komplettsets verzichten und sich nach anderen Möglichkeiten der Aquarium Beleuchtung umsehen. Auch wenn für die gewünschte Beckenform keine Abdeckung verfügbar ist, muss man einen andern Weg suchen die Aquarium Beleuchtung zu realisieren. Deshalb ist es wichtig zu wissen ob man ein geschlossenes oder offenes Aquarium möchte. Rechts kann man ein Beispiel-Video für ein schön beleuchtets Becken sehen.

Offenes Aquarium

Hier werden die Lampen über das Aquarium gehängt. Sehr gerne werden hie HQI oder HQL Leuchten verwendet (weiter unten werden die Begriffe genauer erklärt).

Geschlossenes Aquarium

Hier sollte man eigentlich bei der Aquarium Beleuchtung immer auf Leuchtstoffröhren setzen. Die Röhren sind in der Abdeckung angebracht und liefern genug Licht.

Das richtige Licht

Vor allem früher war man häufig der Meinung, dass man Aquarien so hell wie möglich beleuchten soll, frei nach dem Motto „je mehr Licht, desto besser“. Allerdings sind diese Aussagen falsch, da zuviel Aquarium Beleuchtung den Oxidationsfaktor erhöht und so auch die Algen-Vermehrung begünstigt.

Farbtemperatur

© Ruth Rudolph / PIXELIO\‘

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen und gibt den Farbeindruck einer Lichtquelle wieder. Niedrigere Werte stehen für den warmen und rötlichen Bereich. Höhere Werte stehen für den kalten und bläulichen Bereich. Werte um 4000 K werden als Neutral angesehen. Für Aquarien wichtige Werte liegen zwischen ca. 4000 und 6500 K. Bei Meerwasseraquarien können aber auch Werte von mehr als 10000 K vorkommen. Je höher also der Wert ist, desto kälter wirkt das Licht. Am besten sind wohl Lampen im Tageslichtbereich von 5500 bis 6500 Kelvin geeignet.

Lichtfarbe

Ein Leuchtmittel hat ein charakteristisches Spektrum und strahlt im Bereich des sichtbaren Lichts. Je nach Leuchtmittel werden dabei einzelne Wellenlängenbereiche stärker betont. Für Pflanzen gibt es spezielle Strahler, die vor allem im roten Bereich strahlen. Pflanzen brauchen das rote Licht für die Photosynthese. Für die Meerwasseraquaristik gibt es spezielle Lichtquellen, die im blauen Bereich strahlen. Für die normale Aquarium Beleuchtung reicht normalerweise eine Vollspektrumlichtquelle, welche relativ gleichmäßig im sichtbaren Bereich strahlt.

Leuchtmittel

Es kommen verschieden Leuchtmittel in der Aquaristik zum Einsatz. Hier sind die wichtigste kurz erklärt:

Leuchtstoffröhren

Für die Aquarium Beleuchtung wird auch heute noch in den meisten Fällen eine Leuchtstoffröhre verwendet. Die gibt es mit unterschiedlichen Farbtemperaturen und charakteristischen Spektren. Leuchtstoffröhren haben bei der Aquarium Beleuchtung den höchsten Wirkungsgrad und werden deshalb gerne hergenommen.

HQI

So genannte HQI-Lampen werden vor allem bei Meerwasseraquarien benutzt. Mit ihnen wird ein gutes Korallenwachstum erzielt.

HQL

HQL-Leuchten sehen ein bisschen wie Glühbirnen aus, werden aber in eine andere Fassung geschraubt. Wegen des relativ geringen Wirkungsgrades finden sie heutzutage kaum mehr Gebrauch.

T5

Das Angebot der Leuchtstoffröhren T5 wächst immer weiter. Zwar sind noch nicht alle Lichtfarben verfügbar, dies wird sich aber in Zukunft sehr wahrscheinlich ändern. Der Preis ist allerdings noch sehr hoch, was aber durch einen sehr hohen Wirkungsgrad ausgeglichen wird.

Reflektoren

Reflektoren können eine gute Investition sein. Vor allem bei Komplettsets ist die Beleuchtungsstärke auf ein Minimum ausgerichtet. Durch preiswerte Reflektoren kann die Beleuchtungsstärke um ca. 100 % gesteigert werden. Das ist oft für lichthungrige Pflanzen nötig.

Die Beleuchtungsdauer

Am besten man schaltet die Aquarium Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr. Fische und auch Pflanzen haben einen Biorhythmus, der auf keinen Fall gestört sein sollte. In der Regel sollte die Beleuchtungsdauer zwischen 9 und 11 Stunden sein. Bei der Dauer gibt es unter Aquarianern immer wieder Diskussionen. Es wird auch immer wieder diskutiert, ob man die Beleuchtung für eine Mittagspause unterbrechen soll. Fakt ist, dass Algen eine Unterbrechung der Beleuchtung nicht mögen, was das Algenwachstum verringert.

Wenn man bei der Beleuchtung eine Pause einstellen wollen, sollte man folgendes beachten:

– Die Beleuchtungsdauer sollte mindestens 5 Stunden am Stück betragen.
– Eine Pause sollte mindestens 2 Stunden dauern (besser 4 Stunden)
– Es sollte immer ein wenig Tageslicht auf das Aquarium fallen
– Keine Experimente bei der Beleuchtungszeit

Damit man auch abends noch etwas vom Aquarium haben, sollten man die Aquarium Beleuchtung daran anpassen. Hier ein Tipp für eine gute Zeiteinstellung: Licht von 7 bis 12 Uhr, von 12 bis 16 Uhr Pause und von 16 bis 21 Uhr Licht. Das sind insgesamt 10 Stunden Licht und man kann nach der Arbeit noch ein bisschen die Fische betrachten. Wie bereits oben gesagt, sollte man nicht mit der Aquarium Beleuchtung experimentieren, da so der Biorhythmus gestört werden kann. Wenn man die Ein und Ausschaltzeiten verändern will, sollte man dies in kleinen Schritten machen.

Lichtsimulation

Mit speziellen Vorschaltgeräten kann die Aquarium Beleuchtung gedimmt werden. Dadurch kann man Sonnenauf- und Sonnenuntergänge simulieren. Mit Beleuchtungsautomaten lässt sich die Aquarium Beleuchtung sogar über den gesamten Tagesverlauf regeln. So können sogar Wolken oder Gewitter simuliert werden. Damit kann man die Lichtverhältnisse einwenig an die Heimat der Tier und Pflanzen anpassen. Mit blauen LEDs ist es sogar möglich ein Mondlicht mit verschiedenen Mondphasen zu simulieren.

Die simulierte Aquarium Beleuchtung ist nicht nur eine technische Spielerei, sondern ist auch für die Fische und Pflanzen von Vorteil. Für die Bewohner des Aquariums ist es auf alle Fälle angenehmer, wenn das Licht nicht plötzlich ein und aus geschalten wird. Bei Korallen kann das richtige Mondlicht auch das Wachstum fördern.

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