Süßwasseraquarium

Zur Haltung von Wasserlebewesen ist das Süßwasseraquarium die am häufigsten genutzte Unterwasserwelt die Fischen oder Amphibien als Lebensraum angeboten wird. Diese Art des Aquariums erfordert keine komplizierte Technik oder aufwändige Wasseraufbereitung. Trotzdem ist auch hier einiges zu beachten um eine weitgehend artgerechte Haltung zu ermöglichen. Ein Süßwasseraquarium ist wie jedes andere Aquarium ein Hingucker, deshalb sollte es einen „Platz an der Sonne“ erhalten, doch gerade bei der Wahl des Standortes sollte darauf geachtet werden, dass das Aquarium nicht an Orten platziert wird, an denen die Temperatur permanent schwanken kann. Direkte Sonneneinstrahlung, Wärmeeinwirkung durch eine Heizung oder der Platz unter einem Fenster sollten hierbei vermieden werden.

Eigenschaften des Süßwasseraquariums

Das ein Süßwasseraquarium mit seinem geringen Salzgehalt nicht für Meerwasserfische oder nur bedingt für Brackwassertiere geeignet ist, sollte auf der Hand liegen. Ein Süßwasseraquarium zeichnet sich durch den besonderen Artenreichtum aus, der hier in das Aquarium angesiedelt werden kann. Durch den geringeren Pflegeaufwand gegenüber anderen Aquarienarten, wird vom Süßwasseraquarium oft ein langweiliges Bild vermittelt, was nicht zutreffend ist.

Die große Stärke dieses Aquariums ist seine Einfachheit. In vielen Aquariumshops werden Süßwasseraquarien in Komplettsets angeboten. Die Technik ist einfach aufzubauen und besteht meist ausschließlich aus einem Filter, der richtigen Beleuchtung und einer Heizung um die Temperatur zu regulieren.

Der Bodengrund und die Bepflanzung ist ebenfalls ein interessantes Thema, da eine Vielzahl an Gewächsen auch im Bereich des Süßwassers zu finden sind. Die Wasserpflanzen müssen schon an bestimmte Bedingungen angepasst werden, zum Beispiel sollten diese nicht als Nahrungsquelle für eine gewisse Fischart dienen, deshalb sollten diese sorgfältig ausgewählt werden. Es bietet sich auch nicht jeder handelsübliche Bodengrund an. Einsteiger machen manchmal empfindliche Fehler, einer davon ist, chemisch behandelten Vogelsand als Grundlage zu wählen, was sich verheerend auf die Lebewesen auswirken kann. Der Einkauf im Fachhandel ist unumgänglich und als Informationsquelle Fachliteratur wärmstens zu empfehlen.

Pflege des Süßwasseraquariums

Wie eingangs erwähnt, gehört das Süßwasseraquarium in Sachen Pflege zu den einfacheren Aufgaben in der Aquaristik, was es zu einem optimalen Einsteigeraquarium macht.

Die tägliche Fütterung der Tiere, das Düngen von der Aquarienbepflanzung und der regelmäßige Wasserwechsel sind anfallende Aufgaben, die leicht und unkompliziert ablaufen können. Die technischen Komponenten sollten auch regelmäßig gereinigt werden, z. B. ist es ratsam, die Leuchtstoffröhren nach ca. 9 Monaten zu wechseln.

Fische für das Süßwasseraquarium

Die Fische, die dafür in Frage kommen, sind logischerweise Süßwasserfische. Die Auswahl an Süßwasserfischen ist in der Aquaristik sehr groß, viele davon sind leicht zu vergesellschaften und sehr pflegeleicht. Die Bodenbeschaffenheit und die Bepflanzung sollte an die natürliche Umgebung der Fische angepasst werden um den Fischen die Eingewöhnung und das weitere Leben so leicht wie möglich zu gestallten.

Wichtig ist auch die Größe des Beckens, jede Fischart braucht eine angemessene Beckengröße um sich so frei wie möglich entfalten zu können.  Sollte dies nicht eingehalten werden, kann es zu aggressivem Verhalten aufgrund territorialer Interessen kommen. Auch weil sich weniger Schmutz konzentrieren kann, ist dies für die Fische von Vorteil in einem Becken zu Leben, welches ausreichenden Platz bietet. Auch die biologische Stabilität eines großen Beckens ist im Gegensatz zu einem kleinen Becken um einiges besser.

Das erste Einsetzen der Fische ist eine Prozedur, die mit dem Befüllen des Beckens beginnt, empfohlen wird, das Aquarium zehn Tage im voraus schon mit Wasser zu befüllen. Dies hat den Hintergrund, dass sich in dieser Zeit Bakterien im Wasser bilden können, die zur Qualität des Wassers beitragen.

Unterklassen des Süßwasseraquariums

Ein spezielles Süßwasseraquarium ist das Amazonasbecken, welches unter Aquarianern sehr beliebt ist. Hier werden Lebensbedingungen des Amazonas simuliert, was zu einer faszinierenden Wasserwelt im Aquarium führt. Die Fische, die hier eingesetzt werden, sind ebenfalls nur im Amazonas beheimatet, die bekanntesten sind wohl die Diskusfische.

Eine weitere Variante ist das Artaquarium, hier werden nur die Bedürfnisse einer gewissen Fisch- oder Amphibienart befriedigt. Oft sind es gewisse Haltungsbedingungen, die nur das Leben einer gewissen Art ermöglichen. Manche Tiere sind für Krankheiten zu anfällig und dürfen deshalb nicht mit anderen Arten vergesellschaftet werden, andere sind zu aggressiv und sind deshalb für die Vergesellschaftung ungeeignet.

Das Gegenteil des Artaquariums ist das Gesellschaftsaquarium, welches zum Ziel hat, verschiedenen Arten von Fischen einen Lebensraum zu geben, an dem diese in friedlicher Gesellschaft zusammenleben können. Wichtig hierbei ist, dass die Arten, die hier in Gesellschaft leben sollen, die gleichen Haltungsbedingungen haben sollen. Unter Anfängern ist dies das beliebteste Süßwasseraquarium.

 

 

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